Also wenn heute der 1. April wäre, würde ich das Video über die Sprache Silbo Gomero für einen besonders gut gemachten Aprilscherz halten. Die Leute im Video kommunizieren mit Pfiffen, per Untertitel gibt es die Erklärungen eines Einheimischen, in diesem Falle La Gomera auf den Kanaren. Die Sprache/ Technik kommt ursprünglich aus Nordafrika und ist zum Überbrücken langer Distanzen geeignet.
Das Sprachportal busuu.com möchte bedrohte Sprachen retten und bietet deshalb Lerneinheiten in Silbo an. Das schlagendste Argument liefert jedoch einer der Sprecher/ Pfeifer selbst:
Mit Silbo hast du immer Netz.
411 Seiten von Paul E. Ceruzzi – gibt’s zur Zeit bei Lehmanns für schlanke 9,95 Euro. Das kann man mal machen. Ist nicht mehr ganz taufrisch – von 2003. Und deshalb wird im Vorwort des Buches darauf hingewiesen, dass es eine neuere Auflage gibt und man das ergänzte Kapitel 10 “Das Internet-Zeitalter” kostenlos auf den Verlagsseiten herunterladen kann. Sehr schön soweit.
Leider findet man auf der Website vom mitp-Verlag weder unter Autor, noch Stichwort die Ergänzungen zum Buch. Erst nach Suche via Google kommt man zu den Ergänzungen, natürlich auf den Seiten von mitp.

Suche erster Versuch

Suche zweiter Versuch
Das liegt wohl daran, dass nur lieferbare Bücher gefunden werden. Ganz schlecht!
Hier geht’s direkt zum Ergänzungskapitel “Das Internet-Zeitalter”, Kapitel 10 aus Paul E. Ceruzzis “kleiner Geschichte der EDV”.
Vor 102 Jahren waren gepanzerte Fahrzeuge so weit entwickelt, dass sie im Kampf eingesetzt werden konnten. Der (beliebte?) Doppelpack auf Wired: der Artikel und die Bildergalerie.
Die mechanische Rechenmaschine Curta wurde in den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts von Curt Herzstark entwickelt. Leider ein eher trauriges Kapitel Technikgeschichte. Wie der Name schon vermuten lässt war Curt Herzstark jüdischer Herkunft. Wie die meisten jüdischen Mitbürger wurde er in einem Konzentrationslager eingesperrt. Was ihn jedoch nicht hindert seine geniale Idee einer miniaturisierten mechanischen Rechenmaschine weiter voran zu treiben. Die Nationalsozialisten waren sich nicht zu fein, sich fremden, in diesem Falle nicht-arischen, Federn zu schücken und ließen Herzstark seine Maschiene weiterentwicklen. Gerüchteweise um sie dem Führer als Geschenk zu überreichen.
Die gute Nachricht ist: Curt Herzstark überlebte das KZ. Er wanderte nach Lichtenstein aus, um dort seine Rechenmaschine produzieren zu lassen. Leider war diesem technischen Meisterwerk kein wirtschaftlicher Erfolg beschert, viel zu schnell kamen die elekronischen Rechenhilfsmittel und die ersten Computer – schade.
Ein Riesenartikel mit vielen Bildern und Details auf Dark Roasted Blend.